Von Eau de Parfum bis Eau de Cologne – Das Duft Einmaleins

Immer der Nase nach. Dieses Sprichwort ist gar nicht so weit hergeholt, wie man vielleicht denken möchte. Zahlreiche Studien belegen, dass ein guter Duft uns im Bezug auf Vertrauen, Anziehung und Attraktivität stark beeinflusst. Doch wie setzt sich ein Parfüm zusammen? Worauf solltest du bei der Auswahl achten? In diesem Blog erfahrt ihr es.

 

Die Rezeptur der Manipulation.

Wie in einem Großteil meiner Blogs fehlt auch hier meine sinnesbetäubende Allzweckwaffe nicht – der Alkohol. Jedoch manipuliert er heute mal in ungewohnter Manier. Er spielt mit ca. 80% Anteil im Parfüm eine wichtige Rolle. Er bindet die Duftstoffe auf der Haut, aber auch die Riechstoffe untereinander, die den nächsten bedeutsamen Teil eines Duftes ausmachen. Diese können entweder natürlicher oder synthetischer Essenz entstammen. Natürliche werden heutzutage allerdings kaum noch verwendet, da diese durch ihre Herstellungskosten nur begrenzt wirtschaftlich sind. Diese müssen im klassischen Verfahren extrahiert werden, was natürlich extrem kostspielig ist, hinzu kommt die begrenzte Ressource je nach Duft. Es gibt nur noch sehr vereinzelte Reihen, die mit natürlichen Riechstoffen produziert sind, unter anderem das Le Parfum Coffret aus dem Jahre 2006 von Thierry Mugler, welches die 15 Essenzen Grenouille’s beinhalten soll.

Die Duftnoten.

Je nach Zusammensetzung lassen sich verschiedene Zusammensetzungen eines Parfüms erkennen, die je nach Parfüm stärker oder schwächer ausgeprägt sind.

Die Kopfnote.

Nach dem Auftragen nehmen wir zuerst die Kopfnote wahr – bei Parfümen wir auch von Akkorden die wir riechen gesprochen. Die Kopfnote ist insofern entscheidend, als dass sie darüber entscheidet ob uns ein Parfüm gefällt oder nicht. Sie besteht aus flüchtigen und dennoch starken Akkorden, die jedoch nicht länger als ein Tag halten. Beliebte Kopfnoten setzten sich meist aus Minze, Orange, Citrusfrüchten, Neroli oder ähnlichem zusammen.

Die Herznote.

Auf die Kopfnote folgt mit seiner vollen Aura die Herznote. Diese ist ebenfalls sehr präsent und kann sich einige Stunden behaupten. Diese Akkorde im Herzen des Parfümes entscheiden über die Grundausrichtung des Parfüms. Schwer, süßlich, ledrig oder doch sommerlich? Die Aura hält bei guten Parfüms sogar zwei bis drei Tage. Beliebte Düfte hier zu nennen wäre nur eine persönliche Meinung und würde der Vielfalt hier auch nicht gerecht werden. Die Herznote ist Individualität.

Die Basisnote.

Dem allen Zugrunde liegt die Basisnote. Der Duftcreateur bildet mit ihr das Grundgerüst des Parfüms. Diese sind oft sehr schwere, ledrige und haltbare Akkorde. Dieser Grundduft kann Wochen, wenn nicht sogar Monate halten. Das beste Beispiel sind Erinnerungsstücke deren Geruch die die Person überdauern und uns immer an jemanden erinnern.

Nur einige wenige Parfüms, wie das Eau de Cologne und Splash Cologne, legen großen Wert auf die Kopfnote und entfliehen der klassischen Duftpyramide.

Break the rules – Der Molekularduft.

Anders, modern und dennoch einfach und besonders. Es handelt sich um eine neue Parfum-Technologie die neue synthetische Molekularstrukturen im Labor erschafft und die Schlüssel-Komponente der neuartigen Düfte darstellen. Im Flakon sind diese noch geruchlos und erst beim ersten Kontakt mit der Haut verbinden sich die Moleküle mit dem Körpergeruch und bringen diesen stärker zu Geltung. Was als erstes komisch klingt, ist revolutionär. Das Parfum entfaltet nur auf deiner Haut die ganz besonderen Nuancen, die Molekül-Parfums zum wohl individuellsten Duft aller Zeiten machen. Die pheromonische Wirkung dieser Düfte ist laut Studien extrem verführerisch und anziehend wie kein anderes Parfüm. Molcecule 01 wurde bereits 2005 entwickelt und gilt bis heute als Revolution der Parfumwelt. Der Duft ist auf einem einzigen Molekül aufgebaut– dem Iso E Super. Sein samtig, holziger Duft, verstärkt den körpereigenen Geruch, der nur auf der eigenen Haut den Wiedererkennungseffekt hat.

 

Die Haltbarkeit. 

Neben der Duftkonzentration werden bei manchen Düften auch die für den Geruch entscheidenden Zutaten unterschiedlich gewichtet bzw. neue Noten hinzugefügt. Schon kleine Veränderungen in Kopf-, Herz- oder Basisnote kreieren ein neues Dufterlebnis. Jetzt jedoch nochmal zu den groben Basics.

 

Eau de Parfum

Mit einer Konzentration an Duftölen von ca. 10 – 14 Prozent (manchmal auch bis zu 20 Prozent – je nach Hersteller) zeichnet sich das Eau de Parfum durch hohe Intensität aus. Ein bis zwei Sprühstöße reichen vollkommen aus, um den ganzen Tag angenehm zu riechen. Diese intensive Wirkung des Eau de Parfum ist dadurch für den Abend geeignet. Folglich ist es auch im Preis etwas höher angesetzt.

Eau de Toilette

Das Eau de Toilette zeichnet sich wiederum mit Leichtigkeit und Frische aus. Daher wird es sehr gern für das belebende Dufterlebnis am Tag verwendet. Die Nutzung von 6 – 9 Prozent reinem Duftöl sorgt für eine größere Flüchtigkeit. Dank der geringeren Konzentration darf am Tage gern nochmals den Duft auffrischen.

Eau de Cologne

Mit einem Duftstoffanteil von 3 – 5 Prozent verschafft das Eau de Cologne eine wohltuende aber eher kurzlebige Erfrischung. Die geringe Konzentration an Duftölen schlägt sich natürlich auch im niedrigeren Preis nieder. Des Eau de Cologne dient eher der kurzen Auffrischung zwischendurch.

 

Abschließend sollten jetzt alle Basics gelegt sein und bei der nächsten Parfümwahl kann nichts mehr schief gehen. Denn auch Oscar Wilde wusste schon: “Komplimente sind wie Parfüm. Sie dürfen duften, aber nie aufdringlich werden.“

Jonas Bayer

Jonas Bayer

Click edit button to change this text. Lorem ipsum dolor sit amet consectetur adipiscing elit dolor

Schreibe einen Kommentar

Schließen
×
×

Warenkorb