Die Geschichte des Anzugs

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Als Zeitreisender wäre es vermutlich das passendste Kleidungsstück, um immer zeitgemäß oder wohl eher zeitlos aufzutreten. Einst eliminierte er Unterschiede und heute macht er den Unterschied. Der Anzug ist ein Kleidungsstück, das eine Historie hat wie kaum ein anderes.

 

Das Mutterland des Anzugs.

Die Geschichte des Anzugs beginnt im Mutterland zahlreicher Schneidereien und Gentleman. Im 18. Jahrhundert bildet sich in England ein Kern von Männern, die einen schnörkellosen und dennoch edlen Kleidungsstil zu tragen pflegten. Shakespeare beschreibt diese Entwicklung mehrmals in seinen Werken und führt sie auf die Merchants zurück. Einer der bekanntesten Merchants seiner Zeit war Shylock. Während Shakespeare ihn als fremden Juden darstellt, ist Shylock seiner Zeit weit voraus und höchst angesehen in der obersten Schicht des englischen Adels.

Das Geschäft der Merchants würde man heute als Handelsabitrage bezeichnen. Sie kauften Waren in fremden Ländern ein, um diese dann in England weiter zu verkaufen. Im Falle von Shylock war es der Feine Zwirn, den er nach England brachte.

 

„The dress coatwar“.

Der Anzug war damals weder Ausdruck einer besonderen speziellen Stellung in der Gesellschaft, noch war er da, um sich modisch abzuheben. Er war das genaue Gegenteil. Der „dress coatwar“ konnte von jedem getragen werden und schaffte es so soziale, ethische und religiöse Hintergründe optisch zu eliminieren. Das modische Vorbild zu dieser Zeit, war nicht wie vielleicht als erstes anzunehmen ist der englische Hof, es waren die industriellen Zentren. Dort trafen Gentry und Merchants aufeinander, um miteinander Geschäft zu machen. Dabei entstand eine Mischung aus deren angenehm zu tragender und zum Jagen geeigneter Kleidung und der klassischen und in schlichten Farben gehaltenen Kleidung der Merchants. Die erste Form des modernen Anzugs war geboren.

 

Der Tuxedo der Business People.

Im Laufe der Zeit und mit voranschreitender Ersetzung von Arbeitsplätzen durch Maschinen, nahmen die Klassenunterschiede zu.

Um dies auch zu zeigen, entstanden in der Upperclass Tendenzen zu immer teureren Anzügen. Dies mündete schließlich im Maßanzug, der ein Muss für jeden Gentleman aus gutem Hause war. Um dies herum entwickelte sich nach und nach ein Gentlemans Kodex der vorschrieb, wie sich ein Gentleman zu verhalten hat und wie nicht. Dazu gehörten zunehmend auch der richtige familiäre Hintergrund und die richtigen Schulen.

Nach und nach verlagerte sich das Modezentrum dann nach New York. Dort prägten Rockefeller und Morgen die Ära des Tuxedo. Letztendlich ein Anzug ohne Schöße, der durch den Tuxedo Club entstand.

Dieser Anzug war jedoch weit davon entfernt ein Merkmal der Gentleman zu sein. Er stand nur für eine Sache: Geld, sehr viel Geld.

Heutzutage prägt oft Individualismus unseren Lebensstil und so auch die Anzüge. Ob Pierre-Emerick Aubameyang mit extravaganten Anzügen von Vêtement oder der klassische Armani Anzug. Jeder trägt ihn. Und der Anzug macht den Unterschied.

 

Heutzutage gilt: „Stil ist eine Art zu zeigen wer du bist – ohne sprechen zu müssen.“ -Rachel Zoe

Jonas Bayer

Jonas Bayer

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