Das Whisky Einmaleins. – Alles was du wissen musst

Whisky – allein der Name für sich steht für Formvollendetes, für eine lang zurückreichende Geschichte. Whisky wurde von Königen, Kaisern, Diktatoren und Diplomaten als eines der edelsten Geschenke und in Kombination mit der richtigen Zigarre, als die perfekte Grundlage für einen Abend unter Gentleman angesehen.

Das gilt auch heute noch. Doch wo finde ich guten Whisky und wodurch unterscheiden sich die unzähligen Sorten. Im Folgenden werde ich dir die wichtigsten Grundlagen an die Hand geben, dass du beim nächsten Dinner oder beim nächsten Abend in der Bar deiner Wahl, das Grundwissen für einen solchen Abend hast.

 

Whisky nicht Whiskey.

Das “e” hat in Whisky nichts verloren, sofern du nach einem klassischen Single Malt Scotch Whisky suchst. Whisky unterscheidet sich grundlegend, da nur er aus Schottland kommt und eine andere Destillier-Methode durchläuft und auch aus anderen Grundzutaten besteht. Man mag es nicht glauben, aber mit das besonderste am schottischen Whisky ist das Wasser, welches besonders weich in Schottland ist, da es dort kein Kalkstein gibt.
Bei der Herstellung keimt die Gerste bis aus der Stärke Malzzucker absorbiert werden kann. Danach wird das Malz gedarrt und gemahlen. Anschließend wird der Zucker mit heißem Wasser ausgelaugt und die Flüssigkeit wird zum Gären angesetzt, es entsteht ein Bier. Dieses wird anschließend doppel in Destillationsblasen (wichtig: Sie müssen aus Kupfer sein!), sogenannten Pot Stills, gebrannt.
Danach setzt der Reifeprozess ein und alles wird in Fässer aus Eichenholz gelagert. Allerfrühestens nach drei Jahren, wird der Whisky in Flaschen umgefüllt. Die wertvollsten und besten Single Malt Whiskys reifen jedoch oft mehrere Jahrzehnte. Die genauen Regularien kannst du den Scotch Whiskey Regulations nachlesen.

 

Der Fall des “Single Malt”.

Oft reicht auch schon ein bloßer Blick aufs Etikett. Diese verwenden entweder die geschützte Bezeichnung Scotch oder es ist der Vermerk “Produced in Scotland” zu lesen. Die Whiskey (“e”) kommen i.d.R. aus Irland, den Vereinigten Staaten oder aus dem Rest der Welt. Zusätzlich sollte ein Single Malt auch stets eine Altersangabe tragen oder das Jahr in dem er abgefüllt wurde. Und als kleiner Tipp – zehn Jahre sollten es bei einem guten Tropfen schon sein.

Jetzt bleiben dennoch einige hundert Brennereien mit unzähligen Jahrgängen übrig. Hierzu auch nochmal ein Tipp meinerseits. Unter all den “Single Malts” ist die “Cask Strength” Abfüllung zu bevorzugen. Sie sind nicht verdünnt (50-60%) und sind zudem noch ungefiltert. Das filtern nimmt nämlich dem Whisky nicht nur die Schwebstoffe, sondern auch den unverkennbaren Geschmack.

Oft stammen Sie sogar aus einem einzelnen individuellen Fass, das seinen ganz speziellen Geschmack hat und nicht aus mehreren Fässern zusammen gemischt wird um den Markengeschmack zu erzeugen.

 

Amerikanisch-Irische Freundschaft.

Die weltweit bekanntesten Whiskeys, neben dem Schottischen Whisky, kommen wohl aus Irland und den Vereinigten Staaten.

In den USA ist der Begriff des Whiskey deutlich größer. Es Darf Gerste, Roggen, Weizen oder Mais verwendet werden. Oft ist es auch eine “Mash Bill”, eine Mischung aus unterschiedlichen Getreidesorten. Der Whiskey muss mindestens zwei Jahre und in ausgebrannten Weißeichenfässern gelagert werden.

Der irische Whiskey lässt sich wiederum eher mit dem schottischen vergleichen. Beim irischen wird das Malz über dem Feuer getrocknet und anschließend drei mal destilliert. Die Mindestlagerungsdauer beträgt wieder drei Jahre.

 

Die drei bekanntesten schottischen Whiskys.

  • Scotch Blend

Auch wenn es nicht der Beste ist, einer der beliebtesten ist er allemal. Circa 90% aller verkauften schottischen Whiskys sind blended. Ein blended Scotch setzt sich i.d.R. aus mehr als 30-40 verschiedenen Whiskys von unterschiedlichen Destillerien zusammen. Zusammengestellt werden die einzelnen Malts, anhand ihres Geruchs und Geschmacks, vom Master Blender höchstpersönlich. Der bekannteste Master Blender ist wohl Richard Paterson.

Bekannte Marken: Chivas Regal, Johnnie Walker, Ballantine’s, Dewar’s, u.v.m.

  • Single Malt

Den Single Malt Whisky haben wir ja bereits mehrfach betrachtet. Es ist wohl der angesehenste Whisky unter den Whisky-Genießern. Er stammt aus einer einzigen (“single”) Destillerie und ausschließlich aus Gerste (“malt”). Das besondere ist hier, dass jeder individuell und besonders ist.

Bekannte Marken: Lagavulin, Highland Park, Aberlour, Royal Lochnagr, u.v.m.

 

Der bekannteste amerikanische Whiskey.

  • Bourbon Whiskey

Bourbon ist inzwischen schon sowas wie eine Assoziation für Whiskey. Er muss aus mindestens 51% aus Mais bestehen und nicht komplett wie oft geglaubt wird. Zudem muss er auch nicht aus Kentucky kommen, auch wenn das der Ursprungsort des Bourbons ist.

Bekannte Marken: Jim Beam, Maker’s Mark, Four Roses, Wild Turkey, u.v.m.

Nun besitzt du das Grundgerüst um zukünftig beim Kaminabend oder beim Bestellen an der Bar, eine perfekte Wahl treffen zu können. Und vergiss nie die Grundregel Nummer Eins: Nichts geht über einen Scotch.

Jonas Bayer

Jonas Bayer

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